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02.09. - 30.09.06 Who talks in Math? Vom 02.09.bis zum 30.09.06 zeigte die Hamburger Künstlerin Moki ihre neuen Arbeiten bei Feinkunst Krüger. Zur Finissage präsentierte sie ihr bei Kikipost erscheinendes Buch "asleep in a foreign place". Mathematik ist die Sprache der Logik, ein in sich geschlossenes, berechenbares System. "Who talks in Math?" ist dabei die sinnbildliche Frage nach der Kalkulierbarkeit von Situationen. Was können wir berechnen und vorhersehen, wo schaffen wir uns unsere eigene Realität; mit unseren eigenen Kausalverhältnissen? Obwohl wir von klein auf versuchen die Welt zu verstehen, reizt uns doch das Irrationale, das Unberechenbare weil es unsere Neugier und unseren Forscherdrang weckt. In den Arbeiten von Moki fanden sich diese Gegensätze wieder, das Hinterfragen der scheinbar objektiven Realität bzw. die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und den Gedanken des radikalen Konstruktivismus. Dieser vertritt die Auffassung, dass Menschen als bewusst wahrnehmende Wesen die Wirklichkeit "erfinden" (konstruieren) und nicht wie nach realistischer Auffassung - objektiv "entdecken". Intuition und Unterbewusstsein helfen der Künstlerin dabei einen möglicherweise direkteren Zugang zur subjektiven Wirklichkeit zu finden. In ihren neuen Arbeiten, die man in 3-4 Reihen gliedern konnte tauchten Landschaften und Wesen auf, denen etwas eigenartiges, seltsames und auch unberechenbares anhaftet. Die Acrylbilder die sowohl farbig als auch schwarz/weiß gemalt waren, zeigten Situationen in denen vieles irreal erschien. Gerade das verwunderte, ob der Malweise die doch eigentlich die Realität widerspiegeln sollte, sich diesem aber verweigerte und uns statt dessen in die Irre führte und rätseln ließ. Ihre Arbeiten auf geädertem Holz schienen leichter erfassbar zu sein, hier waren die Linien und Flächen dominanter und Ähnlichkeiten zu Holzschnitt und Comic waren offensichtlich. Die auf grobem Leinen gemalten Bilder gaben sich ganz der Form hin, welche durch die hervorgerufenen Assoziationen nicht klar als Landschaft, Wesen oder abstraktes Gefüge identifizierbar waren. Das Abgebildete schwoll an zu wolkenartigen Inseln, die auf dem Material zu schweben schienen. Ob 2 + 2 denn nun wirklich 4 oder nicht vielleicht doch 5 ergibt, wie es die Band Radiohead in ihrem Song "2+2=5" proklamiert, wurde auch hier nicht geklärt. Aber man fing an, sich diese Frage zu stellen. |
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